Was ist eine Autoimmunerkrankung?

Hören Sie dazu das Interview von Mag. Dr. Markus Stark hier: Interview mit Dr. Markus Stark

Bei einer Autoimmunerkrankung bekämpft der Körper bestimmte körpereigene Strukturen – im Irrglauben, diese seien fremd und gefährlich. Nach dem Motto "better try, than die".

Unser Immunsystem muss ständig - in jeder Sekunde - den gesamten Körper auf „Freund oder Feind“, auf „noch in Ordnung oder schon entartet“ überprüfen und entsprechend handeln. Wenn es „fremde“ ( Bakterien, Viren, usw.), oder „entartete“ Zellen entdeckt hat,  schickt es T-Zellen (Kampftruppen) an den Ort des entdeckten Feindes und veranstaltet dort eine Entzündung, die dazu führen soll, dass der Feind neutralisiert und eliminiert wird.

Genau das tut er bei einer Autoimmunerkrankung leider mit einer bestimmten Sorte von gesunden körpereigenen Zellen/Strukturen:
Er versucht, sie (mittels Antikörpern, Fresszellen usw.) „unschädlich“ zu machen und zu eliminieren.

Der erste Forscher, der den Unterschied zwischen „selbst“ und „fremd“ erkannte, war der deutsche Mikrobiologe Paul Ehrlich.
Er wollte ursprünglich um 1900 herausfinden, was mit Blut, das nach inneren Blutungen zurückbleibt, geschieht. Daher startete er einen Versuch, indem er Ziegen Schafsblut injizierte. Das Erstaunliche war, dass das Immunsystem die fremden Blutzellen (Erythrozyten) sogleich vernichtete.

Doch die Wissenschaft ist täglich bestrebt, neue Erkenntnisse im Kampf gegen diese Krankheiten zu gewinnen. Das komplizierte Zusammenspiel vieler Prozesse im Organismus, die Umweltfaktoren und die Ernährung spielen dabei eine große Rolle.

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